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FAQ - Frequently Asked Questions

SAP Treasury

Unter „SAP Treasury“ wird eine Vielzahl von SAP-Modulen, -Funktionen und -Produkten verstanden, mit denen sich der Bereich Treasury in Unternehmen, Versicherungen und Banken systemtechnisch unterstützen lässt.

Klassische SAP Treasury-Module sind bspw. SAP Treasury and Risk Management (TRM), SAP Cash Management (CM), Bank Communication Management (BCM) und In-House Cash (IHC).

Ergänzt werden diese Module durch die neueren SAP-Treasury-Lösungen Advanced Payment Management (APM) und Multi-Bank Connectivity (MBC).

Darüber hinaus SAC Reporting Planning

Das Produktportfolio im Bereich SAP Treasury lässt sich grob in die Bereiche 

1) Zahlungsverkehr und Disposition,

2) Treasury & Finanzrisiko-Management sowie

3) Liquiditätsplanung und Liquiditätsmanagement 

einteilen.

Mit Hilfe der SAP Produkte aus diesen drei Bereichen sowie SAP Analytics Cloud, zum Aufbau eines Treasury-Reportings, lassen sich – mittlerweile – sämtliche betrieblichen Treasury-Prozesse direkt in SAP abbilden, es ist nicht mehr zwangsläufig notwendig, darüber hinaus noch ein Treasury Management System (TMS) zu betreiben. 

 

Die Kosten im Bereich SAP Treasury setzen sich generell aus SAP Lizenz- und Wartungskosten sowie Einführungsaufwänden zusammen.

Die SAP Lizenz- und Wartungskosten richten sich nach dem einzusetzenden SAP-Treasury-Modul und der Umsatzgröße des Unternehmens.

Die Einführungsaufwände hängen vom Einsatzmix interner und externer Ressourcen ab. 

Ohne Erfahrung in den SAP-Treasury-Produkten können schnell hohe Aufwände anfallen, da SAP ein integriertes System mit entsprechender Komplexität ist. Mit einiger Erfahrung lassen sich die Kosten allerdings stark begrenzen und relativ präzise vorhersagen. In der Regel ist die Summe aus Lizenz-, Wartungs- und Einführungs-Aufwänden geringer als die Summe der Aufwände einer vergleichbaren Treasury-Management-System (TMS)-Einführung von Drittanbietern.

Bei SAP wirken insbesondere die Vermeidung von Schnittstellen, geringe Lizenzkosten, bekannte SAP-User-Interfaces, bekannte SAP-Datenhaltung, die Vermeidung von Sicherheitsrisiken und die Möglichkeit, mit internen Ressourcen die Treasury-Prozesse in SAP zu unterstützen, kostenmildernd.    

Die Einführung von SAP Treasury-Lösungen dauert von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Jahren je nach Komplexität, gewünschtem Einsatzgebiet sowie interner und externer Ressourcenverfügbarkeit. 

Als grober Richtwert können Sie mit etwa 2-5 Monaten je SAP Treasury-Modul rechnen. 

Die Projektdauer kann mit entsprechender Projekterfahrung generell relativ gut abgeschätzt werden, sofern sich die gewünschte Implementierung nahe am SAP-Standard bewegt.

SAP ist ein komplexes, integriertes System. Ohne relevante Erfahrung bieten sich zahlreiche Fallstricke, die zu hohen Aufwänden führen können. Wenn Sie sich externe Unterstützung hinzuziehen, fragen Sie nach der relevanten SAP-Treasury-Projekterfahrung.

Denken Sie darüber hinaus daran, alle unternehmensinternen „Stakeholder“ frühzeitig in die Entscheidungsfindung bzw. Implementierung einzubeziehen. SAP Treasury Implementierungen betreffen immer auch die IT, meistens auch das Accounting.

Ferner gilt: eine Vorabprüfung relevanter Funktionen und SAP-Module hilft Ihnen, Fehler in der Implementierung zu vermeiden und von Anfang an gezielt die richtigen Funktionen zu implementieren.

Ja, das ist grundsätzlich möglich, allerdings, je nach Themengebiet, mal mehr und mal weniger sinnvoll. 

Der Hauptnutzen aus SAP ergibt sich aus einer integrierten Systemumgebung (alle Treasury-Daten schnittstellenfrei verfügbar); SAP bietet mittlerweile in allen Treasury-Produktbereichen konkurrenzfähige Lösungen. Wenn die Software eines Drittanbieters ergänzend genutzt werden soll, dann empfehlen wir dies nur zu tun, wenn sich hieraus nachhaltig geringere Kosten oder eine verbesserte User-Experience ergeben.

Derzeit sehen wir derartige Vorteile vor allem im Bereich ergänzender Lösungen im Bereich der technischen Bankenkommunikation und Trading-Plattform-Integration.

Ja, SAP lässt sich mittlerweile als vollwertiges Treasury Management System (TMS) nutzen und ist derzeit im deutschsprachigen Markt das führende TMS (DerTreasurer, 2022). 

Bitte beachten Sie dabei, dass SAP in Summe über eine deutlich größeren Funktionsumfang verfügt als jeder einzelne TMS-Anbieter. Ohne klaren Plan, welche Bereiche von SAP Treasury sinnvoll in welcher Reihenfolge einzuführen sind, können unnötige Aufwände und damit hohe Kosten entstehen. Wir haben bereits mehr als hundert Unternehmen bei der Einführung von SAP-Treasury-Funktionen begleitet und helfen Ihnen gerne bei Ihrer Entscheidungsfindung weiter.

Ja, mit Hilfe von SAP lässt sich mittlerweile eine vollwertige Liquiditätsplanung erstellen. 

Sinnvolle Bestandteile sind dabei das SAP Cash Management (in R/3 der Liquidity Planner) und SAP Analytics Cloud Planning (SAC Planning). Das Cash Management agiert dabei als Datensammelstelle. Hier laufen Daten aus Vormodulen wie Vertriebsaufträge (SAP SD), Bestellungen (SAP MM), Finanzgeschäften (SAP TRM) und der Buchhaltung (SAP FI) zusammen. Das Cash Management integriert, interpretiert und analysiert die Daten hinsichtlich ihrer Cashflow-Relevanz. 

Im Rahmen einer „Lifecycle“-Funktionalität werden Cashflows mit Eintrittswahrscheinlichkeiten versehen und bis hin zur „Geldwerdung“ (Ist-Rechnung) gemonitort. Hier setzt dann die Belegkettenanalyse des Flow Builders an mit der sie Cashflows präzise analysieren und vollautomatisch auf Liquiditätsplanungspositionen zuordnen können. So erhalten Sie vollständige Transparenz über ein- und ausgehende Zahlungsflüsse im Konzern. 

Wenn Sie diese Daten dann nach SAP Analytics Cloud Planning überführen können Sie Plan/Plan- und Plan/Ist-Vergleiche durchführen und damit Ihre Planungsqualität stetig erhöhen. Darüber hinaus stehen Ihnen flexible, „state-of-the-art“ Planungsmöglichkeiten zur Verfügung, unter anderem auch mit der Möglichkeit von Predictive Forecasting.

Mittlerweile verfügt SAP Analytics Cloud (SAC) über gute funktionierende Predictive-Funktionalitäten. So können mit Hilfe so genannter „Prognose-Szenarien“ eigene Prognosemodelle erstellt und trainiert werden. Über die Einflussfaktoren können Sie je nach Einsatzgebiet selbst entscheiden. Für die Implementierung werden keine tieferen IT- oder Programmierkenntnisse benötigt. Vielmehr lassen sich auch direkt in Tabellen oder Grafiken einzelne Zeitreihen auf Basis der bislang beobachteten Werte fortschreiben. Die so vorhergesagten Werte sind sicherlich zu hinterfragen, können aber unter Umständen eine gute Hilfestellung in der Planung bieten.

Voraussetzung für die erfolgreiche Inbetriebnahme ist in jedem Fall – wie bei allen Predictive-Funktionalitäten – eine ausreichend große und granulare Datenbasis, nur so können langjährige Muster und Trends fehlerfrei erkannt werden. Im Bereich der Liquiditätsplanung bedeutet dies eine idealerweise mehrjährig vorliegende, währungsgenaue Liquiditäts-Ist-Rechnung auf Tagesbasis. Diese können Sie mit Hilfe des SAP Cash Managements (S/4HANA) oder des SAP Liquidity Planners (R/3) auch nachträglich bequem aufbauen. 

SAP verfügt über zahlreiche Module die speziell für die Unterstützung des betrieblichen Zahlungsverkehrs entwickelt wurden.

Die Bandbreite reicht dabei von der Zahlungserzeugung in der Finanzbuchhaltung (FI) über die Prüfung, Bündlung und Routing von Zahlungen mit Hilfe des Advanced Payment Management (APM) bis hin zur  Zahlungsprüfung und -Autorisierung im Bank Communication Management (BCM).

Durch den in SAP integrierten Zahlungsprozess wird ein Zwischenspeichern von Zahlungsdateien vermieden und wesentliche Angriffspunkte für Betrug und Manipulation minimiert. 

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